13.10.13 11:30 Uhr

"Fitness für Eilige" - Beitrag vom ARD- Buffet

Das Prinzip des Vibrationstraining ist simpel: Gegen das Rütteln wehrt sich der Körper mit den Muskeln. Die Geräte kommen häufig in der orthopädischen Reha- Medizin zum Einsatz, um nach Sportverletzungen die Muskeln wieder aufzubauen. Das gelingt durch die schnellen, kurzen Schwingungen, die das Vibrationsgerät(Power Plate) erzeug, und die sich auf die Muskeln übertragen. Dabei gilt es, den Körper auf dem Gerät kontrolliert zu bewegen. 25- 40 Sekunden lang, dann ca. eine halbe Minute Pause und nochmal von vorn, anschließend die nächste Übung. Eine schweißtreibende Angelegenheit.
Auslöser für den Boom des Trainings auf der Power Plate ist die so genannte "Bed Rest"- Studie, bei der das Berliner Zentrum für Muskel- und Knochenforschung(ZMK) im Jahr 2003/04 die Effekte von Vibrationstraining an einem für den Einsatz im All konstruierten Gerät untersuchte. Die Test bezogen sich auf die Schwerelosigkeit und bei Bettlägerigkeit, wo langfristig stets viel Muskelmasse verloren geht. Mehrere Monate mussten die ruhig gestellten Probanden dafür liegend an die Wackelplatte. Fazit: Muskelabbau bei langer Bettruhe wurde verhindert.
Vibrationstraining hat den Vorteil, dass es auch die unwillkürliche Muskulatur in der Körpertiefe anspricht. Geht man davon aus, dass der Durchschnittsmensch nur etwa 60% seiner Muskulatur bewusst ansteuern kann, werden die anderen durch die Vibrationen in das Training einbezogen. Einer Studie zufolge kann das "Gerüttel" auch beim Abnehmen helfen. Es ist wie bei jedem Training: viele Muskeln verbrauchen auch viel Energie, nicht nur während des Trainings.

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Quelle: ARD- Buffet vom 10.10.2013